Häusliche Gewalt in León (Nicaragua)

Donnerstag, 28.09. 2017, 19:00 Uhr

„Gewalt gegen Maedchen und Frauen – Femicidios in Nicaragua und Lateinamerika“ – Frage: ist der „machismo“ die einzige Ursache.
Gewalt gegen Frauen gibt es weltweit. Besonders dramatisch ist die Situation in Zentralamerika. Dort ist Gewalt an Frauen, bis hin zum Mord, mit am haeufigsten im weltweiten Vergleich. Nicaragua bildet dabei keine Ausnahme.
Diese Situation ist historisch, kulturell und religioes tief in der Gesellschaft verankert. Sie ist Resultat der patriarchalischen Kultur des Machismo. Seit Jahrhunderten wird es als selbstverstaendlich angesehen, die Unterordnung von Frauen unter Maenner auch mit physischer Gewalt aufrechtzuerhalten.
Die Gewalt findet ihren schrecklichsten Ausdruck in den Frauenmorden (femicidio). Es sind gezielte Morde an Frauen aufgrund ihres Geschlechts, in vielen Faellen einhergehend mit Vergewaltigungen. Im Jahr 2016 waren es nach Angaben verschiedener Frauenorganisationen 49 ermordete Frauen (bei einer Gesamtbevoelkerung von 6,2 Mio Einwohnern) – viele davon wurden von ihrem eigenen „Partner“ ermordet.
Bei der Veranstaltung werden Vertreterinnen von UN Women (Bonn) und dem Marie Schlei Verein (Hamburg) mit der nicaraguanischen Psychologin, Lic. Amalia Cuadra, die seit Jahren in der nationalen Bewegung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen „CODENI“ aktiv arbeitet, dieses Thema diskutieren.
Donnerstag, 28.9. 19 Uhr Eintritt frei

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