Taxi zur Hölle

Dienstag, 13.09. 2011, 19:00 Uhr

Zum 10-jährigen Jahrestag von 9/11, dem Beginn verschiedener weltweiter Terroranschläge wollen wir der Frage nachgehen: „Kann Terrorismus die Demokratie zerstören?“ Während des weltweiten Dokumentarfilmprojekts „Why Democracy“ sind dazu Künstler, Musiker, Journalisten und Politiker befragt worden. Eine weitere Antwort darauf gibt der Film „Taxi zur Hölle“, der 2008 als beste Dokumentation einen Oscar bekommen hat. In dem Film wird die Geschichte eines Taxifahrers erzählt, der in das USA-Militärgefängnis Bagram eingeliefert wird und 5 Tage später an seinen schweren inneren und äußeren Verletzungen stirbt. Kann Folter ein Mittel einer ernst zu nehmenden Demokratie sein? Bagram, Abu-Ghraib und Guantánamo sind seit 10 Jahren bekannte Beispiele für schwerste Menschenrechtsverletzungen und Folter. Über 80.000 Menschen wurden seit 2001 in den verschiedenen Lagern in den USA und Europa oft jahrelang inhaftiert, verhört und gefoltert. 137 sind in der Haft gestorben, lediglich gegen 10 ist bis jetzt in Guantánamo Anklage erhoben worden. Da die Menschenrechtsverletzungen in diesen Lagern von einem wirtschaftlich mächtigen Land ausgehen, schauen alle anderen Nationen weg. Ist eine folternde Demokratie noch demokratisch? Kann sie noch als Vorbild für Länder zum Beispiel in Nordafrika gelten? Regie: Alex Gibney, USA 2008, 52 Min.
Dienstag, 13.9.
19 Uhr
Eintritt frei

Reservierung nicht möglich